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1985/88
Aus dem Namen der damals mit mir befreundeten Flötistin Michaela leitete ich das zweischichtige Motiv mi-chae-la ab (mi und la nach der aus den romanischen Ländern kommenden Solmisation und c, h, a, e nach den deutschen Tonbuchstaben).

Diese zwei Schichten werden nun ständig neu ineinander verschachtelt (wobei mi-la auch transponiert
wird, während c-h-a-e stets c-h-a-e bleibt) und tatsächlich ist ohne Ausnahme jeder Ton des Stückes
Bestandteil einer dieser beiden Ebenen.
Unter einer minimalistischen Oberfläche vollzieht sich durch diese Transpositionen und Verschiebungen
eine „Modulation“ weg vom dem Motiv innewohnenden a-Moll hin zu durchchromatisierten und
schließlich regelrecht atonalen Tonfolgen. Am Ende freilich wird mi-chae-la wiederhergestellt.
The two-layer motif mi-chae-la was derived from the name of a flutist who was a close friend of
mine at the time: mi and la are solmization syllables used in Romance-language traditions, while c, h,
a, and e correspond to the German system of note names (with h denoting B natural).
These two layers are constantly interwoven (with mi-la subject to transposition, while c-h-a-e always
remains unchanged), and indeed every single pitch of the piece belongs to one of these two strata.
Beneath a minimalist surface, these transpositions and shifts bring about a kind of “modulation” away
from the motif’s inherent A-minor coloring, moving toward increasingly chromatic and ultimately almost
atonal pitch formations. In the end, however, mi-chae-la re-emerges.
Dauer: 5 Minuten
Uraufführung: 13.6.1989, Karlsruhe (Carsten Hustedt)
Produktion des Süddeutschen Rundfunks (SDR) 1991 (Carsten Hustedt)
im Sammelband Lyrische Fantasien für Flöte solo, Zimmermann-Verlag, ZM 32300
Unzweifelhafter Höhepunkt … war eine „symphonie fantastique en miniature“, wie Frank Michael die Komposition seines Musikerkollegen Andreas Grün nannte. Sein „Capriccio über mi-chae-la“ geriet zur spannenden akustischen Darstellung der Chaostheorie.
Marburger Neue Zeitung
… ein kompositorisches Meisterstückchen um Tonbuchstaben, ein Perpetuum mobile – rastlos, witzig und virtuos … interpretiert.
Badisches Tagblatt
Grüns Stück „Michaela“ für Soloflöte ist ein Juwel …
Rheinpfalz
Was sich in der technischen Erklärung kompliziert anhört, nämlich das Ineinanderverschlingen der romanischen und deutschen Tonleiter, entpuppt sich als virtuose Flötenmelodie von blumiger Schönheit und Heiterkeit.
Badische Zeitung
Het resultaat is een spannende maar moeilijk speelbare compositie.
Fluit
… eine große technische Herausforderung …
Tibia
The “Capriccio uber mi-
Pan