Andreas Grün

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Von Anfang an war das Erfinden eigener Musik für Grün genauso wichtig wie das Wiedergeben bereits vorhandener Werke und so trat er nicht nur als Gitarrist schon vor dem Studium an die Öffentlichkeit, sondern hatte auch seine ersten Erfolge als Komponist bereits in der Schulzeit (Musik zu „Weissagung – eine Text- und Spielmontage mit Musik“, aufgeführt u. a. bei den deutsch-französischen Theatertagen in Kehl).
Seither wurden seine Kompositionen und Bearbeitungen in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, in Israel, Litauen, Weißrussland und der Ukraine in vielen Konzerten und Festivals gespielt (Neue Reihe Musik im 20. Jahrhundert Freiburg, adevantgarde München, Darmstädter Frühjahrstagung, Internationale Festwochen Luzern, versija 2–7 Vilnius u. a.).
Obwohl Grün immer wieder in seinen Werken auf die musikalische Vergangenheit zurückgreift – sei es in der bewussten Auseinandersetzung mit Alter Musik (z. B. in den Anmerkungen zu Vivaldis „Jahreszeiten“, sei es in assoziativen Titeln (wie bei den Hölderlin-Vertonungen des Josquin Desprez) oder im Heraufbeschwören von Klangwelten vergangener Epochen (wie in fragwürdig) – ist sein Schaffen nicht retrospektiv, sondern stilistisch vielschichtig, spiegelt ein ständiges Suchen nach neuen Ansätzen und Wegen wider, ohne Berührungsängste vor angeblich abgegriffenem oder „historisch belastetem“ Material.
So erkundete Grün in einigen Werken (… in die Nacht des Unbekannten …, … für des Menschen wilde Brust …, … wie der Sonne Strahl die Pflanzen …) die Möglichkeiten der Mikrointervallik bis hin zur sechsfachen Unterteilung des üblichen Halbtonschrittes, während er in anderen (Aria, Rhapsodie) auf verschiedene Weise mit tonalen Ingredienzien spielt, oder verwendet in manchen Kompositionen neben dem normalen Instrumentarium elektrische Gitarren oder am Computer manipulierte Tonbandcollagen. Instrumentales Theater (Hommage), „aleatorischer“ Kontrapunkt (Eingang zu einem Steinbruch oder die mögliche Simultanaufführung verschiedener Stücke), variable Besetzungen („Die Sonne“) haben in seinem Œuvre ebenso ihren Platz wie „konventionelle“ Werke (Da es aber nicht so ist, Klaviertrio). Streng strukturierte Kompositionen (Capriccio über mi-chae-la, Orchesterstück) stehen ohne weiteres neben freien Schöpfungen (Streichtrio, Red Noise Blues), Spielerisches findet sich neben Abgründigem, Tiefsinniges neben „nur“ sich selbst meinender „absoluter“ Musik.
Dabei mag vielleicht die Hartnäckigkeit, mit der immer wieder die jeweiligen Ideen durchgeführt werden, ein typisches Merkmal seiner Kunst sein. Letztendlich ist die Konstante in Grüns Schaffen wohl am ehesten seine Bemühung, eine Musik von suggestiver Wirkung zu gestalten, eine Musik, die nicht nur „Papiermusik“, sondern unmittelbar erlebbar ist, eine Musik, die zwar in zweiter Instanz durch Erläuterung und Analyse durchaus weitere Sinnebenen offenbaren kann, in erster aber – gehört werden soll.

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Toccata & Fuge

für Orgel
1984 (UA 27.6.1990 Karlsruhe)
variable Dauer (ca. 30–40 Min.)

Capriccio über mi-chae-la

für Flöte
1985/88 (UA 13.6.1989 Karlsruhe, SDR-Aufnahme 1991)
5 Min.
Zimmermann-Verlag, ZM 32300
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Rhapsodie

für Oboe
1986 (UA 14.2.1989 Karlsruhe, SDR-Aufnahme 1991)
7 Min.
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Aria

für Violine
1986 (UA 20.7.1990 Freiburg)
13 Min.

Hommage

für Violine
1986 (UA 19.6.1991 Karlsruhe)
7 Min.
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… in die Nacht des Unbekannten …

für Bassklarinette
1990 (UA 10.2.1992 Karlsruhe, SWF-Aufnahme 1994)
8 Min.
(Simultanaufführung mit … für des Menschen wilde Brust … und/oder … wie der Sonne Strahl die Pflanzen … möglich)
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… für des Menschen wilde Brust …

für Kontrabass
1990–91 (UA 22.1.1994 Freiburg, SWF-Aufnahme 1994)
7 Min.
(Simultanaufführung mit … in die Nacht des Unbekannten … und/oder … wie der Sonne Strahl die Pflanzen … möglich)
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Eingang zu einem Steinbruch

für Gitarre solo oder Gitarre und Sprecher
siehe bei Vokalmusik

Die Hölderlin-Vertonungen des Josquin Desprez – 1. Buch

für Gitarre
1997–99 (UA 28.3.1999 Tel Aviv)
16 Min.
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Die Hölderlin-Vertonungen des Josquin Desprez – 2. Buch

für Klavier
1992–2002 (UA 25.1.2003 Karlsruhe)
20 Min.
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Bagatellen

für Violine und Gitarre
1982 (UA 23.5.1985 Karlsruhe)
2½ Min.
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Adagio

für Flöte und Oboe (oder Flöte und Violine oder Violine und Oboe)
1986 (UA 16.10.1988 Karlsruhe, SDR-Aufnahme 1991)
6 Min.
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Streichtrio Nr.1: schatten … spuren … splitter … — …

1987 (UA 6.7.1987 Tübingen)
17 Min.
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Hin

Ein Konzert für Traversflöte, Gambe und Cembalo mit Werken von …
1988–91 (UA 18.10.1991 Freudenstadt)
abendfüllend (ca. 20 Min. plus ca. 40 Min. Alte Musik)

Drei Stücke

für Flöte und Gitarre
1988–89 (UA 10.2.1989 Kaiserslautern)
ca. 8 Min.
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Ricerca(r)

Fragment für Altflöte, Klarinette und Bassklarinette
1989 (UA 2.2.1990 Karlsruhe, SDR-Aufnahme 1990)
Auftragswerk mit Unterstützung des Kultusministeriums Baden-Württemberg
20 Min.
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Reflexionen

Moment musical für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Harfe, Violine und Viola
oder für Klavier und Sprache
1990 bzw. 1990–91 (UA 30.1.1991 bzw. 5.6.1992 Karlsruhe)
7 Min.
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… in die Nacht des Unbekannten …

für Bassklarinette
siehe bei Solowerke

… für des Menschen wilde Brust …

für Kontrabass
siehe bei Solowerke

Klaviertrio Nr.1

1990–91 (UA 28.6.1992 München)
15 Min.
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Da es aber nicht so ist

Fünf Sätze für Streichquartett
1991 (UA 4.10.1991 Luzern)
8 Min.
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MiniMusic 2/3

Ein Ausflug ins Gebirge für 4 E-Gitarren
1991/92 (UA 23.10.1992 Karlsruhe)
5 Min.
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Ein scheinbares Thema, neckischer Ernst, abrupte Chromatizismen und herzliche Grüße

Eine Richtungsänderung für zwei Gitarren
1993 (UA 2.5.1993 Essen)
7 Min.
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… wie der Sonne Strahl die Pflanzen …

für Bassflöte und Klavier
1993 (UA 22.1.1994 Freiburg, SWF-Aufnahme 1994)
Auftragswerk mit Unterstützung des Kultusministeriums Baden-Württemberg
6 Min.
(Simultanaufführung mit … in die Nacht des Unbekannten … und/oder … für des Menschen wilde Brust … möglich)
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Red Noise Blues

für Flöte, Bratsche und Gitarre
1993 (UA 19.5.1995 Karlsruhe)
12 Min.
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Odyssee

für Violoncello und Klavier
2001–02 (UA 25.1.2003 Karlsruhe)
Auftragswerk mit Unterstützung des Kultusministeriums Baden-Württemberg
14 Min.
Notenbeispiele 
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d’autres jeux interdits

ein Trio für zwei Duos für Gitarre und Flöte und/oder Violoncello
2002–03 (UA 25.1.2003 Karlsruhe)
15 Min.
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vollständige Partitur  Gitarren-Stimme  Flöten-Stimme  Violoncello-Stimme  (PDF) 

Vokalmusik weiter zurück

„Der Bann“

für Bariton und Klavier (F. Grillparzer)
1988 (UA 8.12.1989 Karlsruhe)
11½ Min.

Reflexionen

Moment musical für Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Harfe, Violine und Viola
oder für Klavier und Sprache
siehe bei Kammermusik

on the verge / requiem for holofernes

für E-Gitarre, Schlagzeug, Flöte, Sopran, Klarinette, Streichtrio, Trompete, Harfe, Akkordeon und Kontrabass
siehe bei Ensemblewerke

„Die Sonne“

für beliebige Singstimme(n) und Instrumente (Georg Trakl)
1992 (UA 23.10.1992 Karlsruhe, SDR-Aufnahme 1993)
5½ Min.
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Eingang zu einem Steinbruch

für Gitarre und Sprecher oder Gitarre solo
(Wiedergabe der Sprecherpartie von Tonband oder CD möglich)
1992 (UA 23.10.1992 Karlsruhe)
Duofassung ca. 13 Min., Solofassung ca. 11 Min.
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„Gesang zur Nacht“

12 Lieder für tiefe Stimme und Klavier (Georg Trakl)
1992–93 (UA 27.10.1994 Karlsruhe)
35–40 Min.
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Volkslieder und andere Alltagsgeräusche

11 Stücke für Mezzosopran, Flöte, Klavier, Schlagzeug und Tonband
1992–93 (UA 19.3.1993 Heidelberg)
20 Min.
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Tonbandmusik weiter zurück

Heiße Luft

für Tonband (bzw. CD) und Heißluftgebläse
1996 (UA 10.2.1996 Karlsruhe)
20 Min.

Ensemble-, Orchester- und Chorwerke weiter zurück

Orchesterstück (aufhebung)

(3.3.3.3-4.0.0.1-Pk-Str)
1983
9 Min.
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Notenbeispiele 

Pavane blanche

(2.2.2.2-4.0.3.1-Hf-Schlz-Pk-Str)
1987
17 Min.

Drei Gedichte von Enzensberger und ein Intermezzo

für Chor
1988/89 (UA 23.10.1992 Karlsruhe)
5 Min.

fragwürdig

Episode für Violine, Trompete und Streichorchester
(Alternative Fassung: Violine, Klarinette und Streichorchester)
1989 (UA 27.6.1993 Karlsruhe, SDR-Aufnahme 1993, UA der alternativen Fassung: 26.5.1998 Vilnius)
24 Min.
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MiniMusic 1/2 (trial and error)

für 11 Instrumente (Fl-Ob-Klar-Fag-Trp-Pos-Pf-2Schlz-V-Kb)
1989 (UA 24.3.1990 Blaubeuren)
10 Min.

Anmerkungen zu Vivaldis „Jahreszeiten“

für Solovioline und Streicher (6V-2Va-2Vc-Kb)
1990/2011 (UA 21.4.1990 Karlsruhe, SDR-Aufnahme 1990; UA der Neufassung 17.7.2011 Karlsruhe)
30 Min.
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on the verge / requiem for holofernes

für E-Gitarre, Schlagzeug, Flöte, Sopran, Klarinette, Streichtrio, Trompete, Harfe, Akkordeon und Kontrabass
1991–92 (UA 5.6.1992 Karlsruhe)
13 Min.
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„Die Sonne“

für beliebige Singstimme(n) und Instrumente (Georg Trakl)
siehe bei Vokalmusik

Adieu

ein Schmankerl für Zupforchester
1998 (UA 16.5.1998 Karlsruhe)
4½ Min.
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Bühnenmusik weiter zurück

Musik zu „Weissagung – eine Text- und Spielmontage mit Musik“

für verschiedene Vokal- und Instrumentalgruppen sowie elektronische Klänge
1977–78 (UA 6.5.1978 Pforzheim)
abendfüllend

Bearbeitungen (Auswahl) weiter zurück

Johann Sebastian Bach: Sonate C-Dur BWV 1033

für Flöte und Gitarre
10 Min.
vollständige Partitur  (PDF) 

Ludwig van Beethoven: Zwei kleine Bagatellen

für Flöte (Violine) und Gitarre
2x5 Min.
Zimmermann-Verlag, ZM 33960

Wolfgang Rihm: Ländler (1979)

für Zupforchester
9 Min.
Universal Edition, UE 31364 (Partitur) und 31365 (Stimmen)
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Texte (Auswahl) zurück

Ernst Krenek: Suite für Gitarre allein op.164

Eine analytische Betrachtung
1984 (veröffentlicht in „Gitarre & Laute“ 3/1984)
vollständiger Text  (PDF) 

Charles Baron d’Aichelbourg und seine vier Duos für Mandoline und Gitarre

2005 (veröffentlicht in „concertino“ 2/2007)
vollständiger Text  (PDF) 

Einige Gedanken über die Gitarrentechnik des 21. Jahrhunderts

Feinmotorik, Führungsfinger und fokale Dystonie – was wir von Musikphysiologen lernen können
2012–13 (veröffentlicht in „Gitarre aktuell“ IV/2012, I/2013, II/2013, III/2013 und IV/2013)
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„Ein Gedankenstrich, der zitternd Wellen schlägt“

Hans Werner Henzes Annäherung an die Gitarre in seiner Musik zum Rundfunkroman „Der sechste Gesang“ (1955)
2013 (veröffentlicht in „concertino“ 3/2013, 4/2013 und 1/2014)
vollständiger Text  (PDF) 

Sechs Saiten für den sechsten Gesang

Die Wiederentdeckung einer verschollenen Gitarrenmusik Hans Werner Henzes
2016 (veröffentlicht in „neue musikzeitung“ 7·8/2016)
vollständiger Text  (www.nmz.de) 




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